Wenn von Zucker die Rede ist, wird er oft sofort mit etwas Ungesundem in Verbindung gebracht. Dabei ist es aber wichtig, zwischen natürlich vorkommendem Zucker und raffiniertem weißem Zucker zu unterscheiden.
Zucker kommt von Natur aus in vielen Lebensmitteln vor, beispielsweise in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide. Kohlenhydrate, beziehungsweise, die daraus gewonnene Glukose sind für unseren Körper eine wichtige Energiequelle. Jede Zelle unseres Körpers benötigt Glukose, um richtig funktionieren zu können. Deshalb geht es nicht darum, Zucker vollständig aus der Ernährung zu streichen, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen und ein ausgewogenes Maß zu finden.
Wenn ich Süßspeisen zubereite oder ein Gericht süßen möchte, verwende ich am häufigsten Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft und ganze Datteln.
Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker wird nicht aus der Kokosnuss gewonnen, sondern aus dem Blütensaft der Kokospalme.
Nach der Ernte wird der Saft schonend erhitzt, sodass das Wasser verdampft. Anschließend kristallisiert er auf natürliche Weise zu feinen Körnchen. Durch sein mildes, karamellartige Aroma eignet er sich hervorragend für Kuchen, Muffins und andere selbstgemachte Süßspeisen.
Ahornsirup
Ahornsirup wird aus dem Saft des Zuckerahorns hergestellt.
Im Frühjahr wird der Saft aus dem Baum gewonnen und anschließend so lange eingekocht, bis überschüssiges Wasser verdampft ist und der Sirup seine typische Konsistenz erhält. Für die Herstellung von einem Liter Ahornsirup werden etwa 40 Liter Ahornsaft benötigt – das macht ihn zu einem besonderen Naturprodukt.
Ich verwende ihn gerne für Porridge, Pfannkuchen, Granola oder als Zutat für Desserts.
Datteln
Agavendicksaft
Agavendicksaft wird aus dem Saft der Agavenpflanze hergestellt.
Nach der Gewinnung wird der Saft gefiltert. Anschließend werden die enthaltenen Kohlenhydrate in Einfachzucker aufgespalten. Durch das anschließende Eindicken entsteht ein Sirup mit einem angenehm milden Geschmack, der sich ideal für Getränke, Dressings und Backwaren eignet.
Datteln und Dattelsirup
Für Rohkostkuchen und Energiekugeln verwende ich am liebsten ganze Datteln, da sie eine natürliche Süße und eine wunderbare Konsistenz verleihen.
Daneben gibt es auch Dattelsirup. Er wird hergestellt, indem Datteln in Wasser gekocht werden. Die entstandene Masse wird anschließend passiert und zu einem dickflüssigen Sirup eingekocht. Er eignet sich hervorragend zum Süßen von Getränken, Pfannkuchen, Porridge oder Kuchen und ist eine gute Alternative für alle, die Sirup gegenüber ganzen Früchten bevorzugen.
Mein Ansatz zur Ernährung:
Ich glaube nicht daran, Lebensmittel in „erlaubt“ und „verboten“ einzuteilen. Viel wichtiger ist es meiner Meinung nach, zu verstehen, wie Lebensmittel hergestellt werden, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und wie sie sich sinnvoll in eine abwechslungsreiche Ernährung integrieren lassen.
Deshalb verwende ich in meiner Küche Süßungsmittel, die meinem Geschmack und meiner Art zu kochen entsprechen. Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft sowie ganze Datteln gehören zu den Zutaten, die ich regelmäßig in meinen Rezepten einsetze.
Zum Schluss möchte ich noch eines betonen: Zucker ist nicht grundsätzlich der Feind. Unser Körper benötigt täglich Energie. Entscheidend ist, hochwertige Lebensmittel auszuwählen, das Essen bewusst zu genießen und eine langfristig ausgewogene und nachhaltige Ernährungsweise zu entwickeln.